Presseinformation aktuell


Job trotz Handicaps


Justus Zimmer hat trotz seines körperlichen Handicaps eine Arbeitsstelle in der Beratungsstelle der Arbeitsloseniniative (Ali) Sachsen gefunden. Petra Thoss, die Teamleiterin der ALI Auerbach, lobt den Fleiß und die Fähigkeiten des jungen Mannes.


Die Arbeitsagentur unterstützt Menschen mit Behinderung – und wird bei ihrem Bemühen selbst unterstützt


Bad Brambach/Auerbach
– Justus Zimmer wohnt in Bad Brambach und arbeitet in Auerbach. Dies ist nichts Besonderes. Viele Vogtländer absolvieren täglich eine weite Anfahrt zu ihrer Arbeitsstätte. Doch der 25-jährige Justus ist behindert. Er leidet unter Verarbeitungsstörungen und hat Probleme mit dem Rücken. Seine Arbeitsstelle hat er in der Auerbacher Beratungsstelle der Arbeitsloseninitiative (Ali) Sachsen gefunden. Als gelernter Bürokaufmann wird er dort sehr geschätzt.
„Justus Zimmer ist nun schon einige Monate in unserem Team. Er ist unser Computerexperte, hilft aber auch bei so manchem Kundengespräch”, lobt Petra Thoss, die Teamleiterin der ALI im Bereich Auerbach. Der Startschuss für seine Arbeit fiel mit einem Praktikum. „Das habe ich Anfang
vergangenen Jahres absolviert. Mir hat es gefallen und die ALI- Leute waren auch mit meinen Leistungen zufrieden”, berichtet Justus Zimmer. In der Fahrtstrecke vom Wohnort bis zur Arbeitsstelle sieht der junge Mann kein Problem, „ich darf Auto fahren und habe einen kleinen Opel Corsa”, so Justus.
Große Anerkennung bekommt Justus Zimmer für seine gewissenhafte Arbeit. Akribisch führt er die Arbeitszeitkonten der 25 ALI-Mitarbeiter, organisiert Klienten-Gespräche, erstellt Statistiken und Analysen und kümmert sich um die Büro-EDV.
„Vor allem die Excel-Software ist mein Spezialgebiet. Gibt es bei unseren Büro-Computern technische Probleme, lass ich nicht eher locker, bevor alles geklärt ist”, versichert der junge Mann, der in seiner Freizeit gern Phantasie-Romane liest.
Geholfen bei der Einstellung von Justus hat Arbeitsvermittler Michael Schneider vom Jobcenter der Agentur für Arbeit Plauen. „Herr Zimmer ist zu 30 Prozent behindert, wird aber von der Agentur einem Schwerbehinderten gleichgestellt. Das ist wichtig für den Arbeitgeber, der dafür einen Eingliederungszuschuss von bis zu 70 Prozent des Gehalts bekommt. Und das für acht volle Jahre”, erklärt Michael Schneider. In welcher Höhe Justus Zimmer bezuschusst wird, unterliegt dem Datenschutz.
Zufrieden zeigt sich Justus Zimmer über die unbürokratische Unterstützung durch Arbeitsvermittler Michael Schneider. „Er stand mir seit meinem Berufspraktikum hilfreich zur Seite und hat mir zu einer prima Arbeitsstelle verholfen. Hier in der ALI habe ich eine sinnvolle Aufgabe gefunden, fühle mich wohl und verdiene vor allem mein eigenes Geld”, freut sich Justus Zimmer, der nun auch einen Wohnungswechsel nach Auerbach in Erwägung zieht
Hintergrund
Arbeitgeber ab 20 Mitarbeitern sind gesetzlich verpflichtet, mindestens fünf Prozent Schwerbehinderte einzustellen. Geschieht dies nicht, ist eine Ausgleichsabgabe zu entrichten. Das Landratsamt stelit fest, ob ein Mensch als schwerbehindert gilt.
Dies ist ab einer Behinderung von 50 Prozent der Fall. Menschen mit einem Behinderungsgrad ab 30 Prozent (aber unter 50 Prozent) werden Schwerbehinderten gleichgesteilt, wenn der Erhalt oder die Aufnahme eines Arbeitsplatzes durch die Behinderung gefährdet ist.

Quelle: Vogtland-Anzeiger, Text: Hagen Hartwig, Bild: haha, 19.Februar 2016


ZDF dreht in Plauener Tafel


Das Drehteam des ZDF interviewte gestern die Mitarbeiterin der Plauener Tafel Bärbel Oberländer, die in das Projekt der Sozialen Teilhabe am Arbeitsmarkt integriert ist


Ein Team des ZDF besuchte gestern die Plauener Tafel. Es drehten einen Beitrag zu den aktuellen Arbeitsmarktzahlen und wie sich das Projekt der sozialen Teilhabe am Arbeitsmarkt entwickelt.


Plauen – Es ist bekannt, dass in Ostdeutschland die Zahl der Langzeitarbeitslosen kaum zurück geht. Deswegen wurde das ZDF auch auf das Vogtland aufmerksam und drehte gestern in der Plauener Tafel, die zur Arbeitsloseninitiative Sachsen gehört, einen Beitrag zu den aktuellen Arbeitsmarktzahlen. Denn wer über längere Zeit arbeitslos war, hat hier die Möglichkeit in eine Art Förderprogramm des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales integriert zu werden.
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat 105 Jobcenter mit mehr als 10000 Förderplätzen für Langzeitarbeitslose ausgewählt, die arn Programm ”Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt” teilnehmen dürfen. Unter diesen Jobcentern ist auch das aus dem Vogtland, welches seit Anlaufen des Projektes im November über 100 Förderplätze verfügt. Bärbel Oberländer (58) hat solch eine Stelle bekommen und berichtete gestern dem ZDF, wie esihr in diesem Projekt ergeht.
„Bereits halb neun war das Drehteam vom ZDF da und hat innerhalb von zwei Stunden den Betrag im Kasten gehabt. Sie haben Martina Kober vom Jobcenter und Bätbel Oberländer interviewt „ wie Konstanze Schumann von der Plauener Tafel nach den Dreharbeiten mitteilte. Die Förderung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales konzentriert sich auf zwei Gruppen mit besonderen Problemlagen und langen Arbeitslosengeld-II-Bezug. Ein Förderschwerpunkt liegt auf Leistungsberechtigten, die wegen gesundheitlicher Einschränkungen besonderer Förderung bedürfen. Die soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt soll Menschen wie Bärbel Oberländer helfen, einen Weg aus der Langzeitarbeitslosigkeit zu finden.
„Sollte die sich zuspitzende Lage im Iran nicht eine längere Sendezeit als vorgesehen beanspruchen, wird der Betrag bereits heute um 19 Uhr im Heute-Journal im ZDF zu sehen sein“ sagte Konstanze Schumann.

Quelle: Vogtland-Anzeiger, Text: Clemens Zierold, Bild: I.Pastierovic, 5.Januar 2016


 

Nach „Schnupperphase“ alles klar


Bei der Sortierung der täglich angelieferten Lebensmittel sind acht Asylbewerber eingesetzt


Sichtlich beeingdruckt von der Arbeit des Teams der Plauener Tafel und anderen Angeboten des Sozia- len Kompetenzzentrums zeigten sich am Donnerstag die Mitglieder des Sozialausschusses bei einem Besuch vor Ort.


Plauen – ”Der Boss bin ich”, sagt Waltraud Klarner und das glaubt man der stämmigen resoluten Frau mit dem gro8en sozialen Herz aufs Wort. Doch die ”Ansprache” gilt nicht den Mitgliedern des Sozialausschusses, die das Kompetenzzentrum in der Schlossstraße am Donnerstag besuchen. Die Team-Chefin beantwortet damit in ihrer direkten Art indirekt die Frage, wie die seit einiger Zeit bei der Sortierung der täglich angelieferten Lebensmittel eingesetzten sechs Asylbewerber „ihre Sache” machen. Nach einer gegenseitigen „Schnupperungsphase” sei alles klar gewesen, fügt sie an. Ein junger Mann schaue sich zwar während der Arbeit immer mal im Haus um, „aber das bekommen wir schon hin.” Sozialbürgermeister Steffen Zenner nennt es interkulturelle Vernetzung in der Praxis, was da gerade in der Ausgabestelle praktiziert wird und wofür sich die sechs jungen Männer freiwillig meldeten. 20 Stunden die Woche sind sie eingesetzt, sechs Monate maximal – wenn ihre Integrationskurse beginnen, auch mal kürzer.

Garderobe für Bewerbung 

Zuvor hatten sich die Ausschussmitglieder im Küchentrakt und der Kleiderkammer umgesehen. Hier können sich Bedürftige mit entsprechendem Nachweis nicht nur – wie der Name vermuten lässt – mit Garderobe versorgen, sondem auch mit Haushaltsgeräten jedweder Art. Geplant ist ein Repair-Cafe, in dem elektrische Geräte mit vertretbarem Aufwand wieder hergerichtet werden können. Und was die Garderobe betrifft: „Niemand muss verwahrlost zum Bewerbungsgespräch gehen”, verweist die Team-Chefin auf die Vielfalt des gut Erhaltenen. Und natürlich sind die Empfänger froh und das Team stolz, dass mittlerweile fast alle Discounter und Le- bensmittelketten im Boot sind, wenn es um die Lieferung frischer Ware geht. „Wir können uns nicht beschweren”, sagt Klarner, was mitunter auch bedeutet, „wir trauen uns nicht, uns zu beschweren” – wenn wie am Donnerstag Grünwaren ankommen, die eigentlich in die Abfalltonne gehören. Doch das sei die Ausnahme. Bedürftige erhalten zwei Mal wöchentlich eine Portion, die wieder- um aus zwei flachen Kisten besteht – Zum Unkostenbetrag von jeweils vier Euro, gefüllt mit Waren des täglichen Gebrauchs, Obst, Gemüse und was sonst noch außer der Reihe ge- spendet wird. Inzwischen gibt es sogar eine eigene Bäckertour frühmorgens durch Plauen.

Auch Drogen spielen Rolle

Anschließend informiert die Geschäftsführerin des Jobcenters, Martina Kober, über die Arbeit dieses Gremiums. Augenscheinlichster Erfolg: Seit 2005 sank die Zahl der Hartz IV-Empfänger im Vogtland um 42 Prozent. Allerdings sind auch zwei Drittel bis drei Viertel der Arbeitslosen in diesem Bereich angesiedelt. Von den rund 10200 so genannten Bedarfsgemeinschaften (Arge) gibt es rund die Hälfte in Plauen, darunter wiederum 2159 Jugendliche. Kober verwies auf die Probleme, langzeitarbeitslose Jugendliche etwa die Hälfte der 350 als bedürftig geltenden – in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Oft fehlten Schul- oder Berufsabschlüsse, spielten auch Drogen eine Rolle. Dabei seien Arbeitgeber zunehmend bereit, auch leistungsschwächeren Schülern eine Chance auf Erstausbildung zu bieten. Das Jobcenter wiederum leiste Unterstützung, indem es Mittel für den Erwerb eines Führerscheines oder auch eines gebrauchten Autos zur Verfügung stelle, um die Ausbildung aus geagrafischer Sicht nicht zu gefährden, sagt Kober.

Immer auf Geld-Suche

Welch ungewöhnliche Wege man geht, um „Geld” ins Vogtland zu holen, hatte zuvor bereits Ali-Chefin Konstanze Schumann berichtet. Nachdem zugesagte Hilfe aus sächsischen Ministerien ausgehlieben war, sei sie dem Tipp eines Gewerkschafters gefolgt, doch mal die Otto-Brenner-Stiftung zu kontaktieren. Über deren bisherigen Bekanntheitsgrad sprachen die Gesichter der Ausschussmitglieder Bände. Aber es klappte. Schumann stellte ihr Projekt vor, 80000 Euro wurden genehmigt, ein Kühlfahrzeug gabs noch „obendrauf”. Zehn Arbeitsplätze werden so ab 1. Februar geschaffen in der Hoffnung, nach einem Jahr erneut finanziell bedacht zu werden. Und schließ1ich räumte die Jobcenter-Chefin auch noch mit dem Gerücht auf, dass Asylbewerber „vom Amt” das große Geld abräu- men. Von den rund 2400 Asylbewerbern im Vogtland sind 219 Menschen im Jobcenter registriert und haben damit Anspruch auf Sozialleistungen, also die Zahlung von Unterkunft und Heizkosten, wie deutsche Hartz IV-Empfänger auch. Für rund 300 Asylbewerber übernimmt die Arbeitsagentur zudem Förderleistungen für Sprachkurse. Denn die Sprachkenntnisse, besser deren Fehlen, sei noch immer das Hauptproblem. Von besagten 219 Asylbewerbern verfügen Kober zufolge 164 über keine „verwertbaren Deutschkenntnisse”. Fazit von Bürgermeister Zenner nach zweistündiger Ausschuss-Sitzung der etwas anderen – interessanteren – Art: ”Das Jobcenter leistet beste Arbeit, wie anders wäre es sonst zu erklären, dass es immer wieder unter ganz wenigen bunderweit für Modellprojekte ausgesucht wird.

Projekte in diesem Jahr

Sieben Mitarbeiter sind im hauptamtlich beschäftigt. In den Bereichen Umweltschutz/Arbeitslosenarbeit sind derzeit 37 Plätze belegt, weilere sechs ab 1. März und nochmals 14 ab 1. Mai. In das Projekt Soziaie Teilhabe am Arbeitsmarkt sind 24 Menschen integriert. Als Alltagsbegleiter beschäftigt sind 20 Ruheständler und Arbeitslose. Im Rahmen des Bundesfreiwiiligendienstes sind insgesamt neun Plätze mit Flüchtlingsbezug belegt. Im Rahmen der Ehrenamtsstiftung „Wir für Sachsen” sind 72 Plätze beantragt. Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwand (früher Ein-Euro-Jobs) sind derzeit 20 vorhanden, weitere 45 Plätze sind beantragt.

Plauener Tafel


In zehn Ausgabestellen im gesamten Vogtland versorgte die Plauener Tafel im Vorjahr 59210 Bürger mit rund 448900 Kilogramm Lebensmitteln. Im Tagestreff der Suppenküche wurden 11278 Portionen ausgegeben. Zur Weihnachts-Charity wurden 250 Portionen Weihnachtsessen ausgegeben. 80 Gäste nahmen an der Kinderweihnachtsfeier teil. Die angebotenen zwölf Bildungsveranstaltungen verzeichneten 340 Teilnehmer. Die Kleiderkammer registriert 1425 Kunden, an die über 47800 Kleidungsstücke (ohne Kleinteile) ausgegeben wurden. 143 Kunden wurde Llnterstützung bei Bewerbungen zuteil.

Quelle: Vogtland-Anzeiger, Text: Torsten Piontkowski, Bild: Archiv, 16. Januar 2016


Mehrere Vereine nehmen Kleiderspenden für Asylbewerber an

FOTO: ELLEN LIEBNER


Die Hilfsbereitschaft der Plauener für Flüchtlinge ist ungebrochen. Gleich mehrere Vereine wie die Arbeitsloseninitiative Sachsen mit ihrer Kleiderkammer (Foto) haben sich bereit erklärt, Bekleidung und andere Sachspenden für Asylbewerber entgegenzunehmen. In den vergangenen Tagen gab es verstärkt Anfragen von Bürgern, wohin sie sich wenden können, wenn sie helfen wollen. Da es im Asylbewerberheim an der Kasernenstraße keine Lagerkapazitäten gibt, ist eine Annahme dort nicht möglich. Wie die Ausländerbeauftragte der Stadt Plauen, Heidi Seeling, informiert, wurden nachfolgende offizielle Annahme- und Ausgabestellen für Bekleidung und Sachspenden in der Stadt Plauen eingerichtet. Dazu gehören neben der Arbeitsloseninitiative Sachsen/Plauener Tafel an der Schloßstraße 15 (Telefon 03741 2893770), die Diakonie/Stadtmission Plauen mit ihrem Sozialkeller an Friedensstraße 24 (Telefon 03741 153941), der Kaleb-Verein an der Anton-Kraus-Straße 31 (Telefon 03741 2 2 49 2 3) sowie das Projekt Zukunft mit seiner Möbel- und Textilbörse an der Windmühlenstraße 33 (Telefon 03741 224630). Regine Kramer, Mitarbeiterin in der Kleiderkammer der Plauener Tafel, suchte gestern passende Kleidung unter anderem für Pasil Alewe (links) und Ali Ejjou. Beide Syrer zeigten sich dankbar für die Möglichkeit, sich einkleiden zu können. Die Kleiderkammer sucht dringend Sachen vor allem für junge Männer — von neuer Unterwäsche über Strümpfe, Pullover bis hin zu Hosen und Schuhen.

Freie Presse, 5. November 2015


Arbeitsamtchefin hilft bei Plauener Tafel


Um einmal das Leben aus einer neuen Perspektive zu sehen - dafür wurde vor einigen Jahren die Aktion „Perspektivwechsel" ins Leben gerufen. Mit dabei auch Helga Lutz, Chefin der Arbeitsagentur Plauen.

Plauen - Führungskräfte aus Behörden, Landes- und Bundespolitiker tauschen bei der Aktion „Perspektivwechsel" für einen Tag Kostüm oder Anzug gegen Blaumann, Kittel oder Schürze. In diesem Jahr war auch die Chefin der Arbeitsagentur Plauen, Helga Lutz wieder an der Aktion beteiligt. Diesmal widmete sie sich zwischen 9 und 15 Uhr der ALI Sachsen, die in Plauen eine Kleiderkammer, eine Suppenküche und die Ausgabestelle der „Plauener Tafel" betreibt.
„In der Kleiderkammer habe ich geholfen, eine Lieferung von Kleidern auseinander zu sortieren. Manchmal stand ich ganz sicher auch mal nur im Weg rum", lacht die Agenturchefin. Sie habe aber auch mit den Mitarbeitern gesprochen und musste erkennen, wie viel Bedarf es für gut erhaltene Kleidung ebenso wie Geschirr und Möbel auch in unserer Region gibt.
Auch in der Suppenküche habe sie sich mehr informiert als zugegriffen. „Es ist vielleicht besser so, dass ich nicht gekocht habe. Das ist jetzt nicht unbedingt meine Stärke", meint Helga Lutz, die danach aber in der Ausgabestelle der „Plauener Tafel" ordentlich zupackte, Kisten vorbereitete, mit verschiedenen Lebensmitteln bestückte und an Bedürftige ausreichte. Ja, es beklemme einen schon, wenn man sehe, wie viele Menschen auf besonders günstige Lebensmittel angewiesen seien. „Aber es ist auch ein gutes Gefühl, dass man den Menschen hier hilft. Die ALI-Leute machen einen echt wichtigen und guten Job", betont Helga Lutz, die darauf hinweist, dass die Mitarbeiter vor allem auch darauf dass die Kinder und die Familien gesunde Lebensmittel in ihre Beutel bekommen. Obst, Gemüse, Brot und ähnliches kommen ebenso Tüten, wie hin und wieder mal ein wenig Schokolade für die Kinder. „Es geht darum, sinnvoll zusammenzustellen, um den Betroffenen zu ermöglichen, sinnvoll zusammengestellte Gerichte zu kochen", hat Agenturchefin Lutz als Erkenntnis mitgenommen.
Zudem sollte man auch seinen eigenen Lebensmittelkonsum mal hinterfragen. „Ich werfe eigentlich sehr wenig Lebensmittel weg, aber wie oft nimmt man beim Einkauf etwas mit, dass dann doch zu Hause nicht aufgegessen wird", sinniert Frau Lutz. Verwundert zeigte sie sich, wie groß Andrang von Rentnern, Arbeitslosen und auch einigen Asylbewerbern an diesem Tag bei der „Tafel" war. „Eigentlich ist es für ein reiches beschämend, dass es so etwas geben muss, aber die Tafel hat eine wichtige soziale Funktion in unserer Stadt", zog Helga Lutz ein Fazit ihres Perspektivwechsels am gestrigen Tag.

Von Sven Gerbeth

Vogtlandanzeiger, 25. August 2015


Auerbacher OB ist der 80. "Tafel-Ritter"


Plauen - Der erste vogtländische Oberbürgermeister, der sich fortan auch Ritter nennen darf, ist Auerbachs OB Manfred Deckert. Mit dem Titel "Ritter der Plauener Tafel" werden seit 2005 von der Arbeitsloseninitiative (Ali) Pausa Menschen geehrt, die sich zugunsten der Einrichtung engagieren. Zu den ersten gehörten damals übrigens der Plauener Burkhard Flessa, die Bundestagsabgeordnete der Linken, Sabine Zimmermann und Pausas Bürgermeister Jonny Ansorge.
Als Zeichen der Ernennung nahm Deckert während des 1. Rittertreffens in der Schlossstraße als 80. Ritter der Tafelrunde Wimpel, Urkunde und Blumen entgegen. Ebenfalls geehrt wurde der Pressesprecher des DGB in Sachsen, der Dresdner Markus Schlimbach. Er wurde 1965 in Karl-Marx-Stadt geboren und lebt heute mit Frau und drei Kindern im Dresdener Stadtteil Johannstadt. Seit 1991 arbeitet er beim DGB Sachsen, "ursprünglich habe ich einmal Buchhändler gelernt," ging er auf sein Hobby Lesen ein.
Ali-Chefin Konstanze Schumann begründete Deckerts Ehrung mit den Worten, "Manfred Deckert unterstützt unseren Verein bei neuen Projektideen oder sensibilisiert Unternehmen für die Arbeit der Ali", begründete deren Chefin Konstanze Schumann die Wahl des Auerbacher OB. Markus Schlimbach, der die Ali-Arbeit ebenfalls sehr unterstützt und Staatssekretär Stefan Brangs ins Vogtland "lockte", um hier ein Beschäftigungsprogramm für Langzeitarbeitslose auf den Weg zu bringen - was letztlich an der Finanzierung scheiterte - erhielt die Urkunde aus den Händen von Sabine Zimmermann.
In einer kurzen Rede dankte Schumann eingangs allen für ihre Unterstützung der Arbeit der Arbeitsloseninitiative und zog Bilanz der letzten 15 Jahre. So wurden beispielsweise 3 421 Tonnen Lebensmittel gesammelt und an über 77 000 Tafel-Kunden ausgegeben. Mehr als 130.000 Portionen warmes Mittagessen wurden seit August 2007 gekocht und weit über 200.000 Kleidungsstücke an über 4.000 Bedürftige ausgereicht.
Anschließend ging Schumann auf Gelungenes und weniger Gelungenes in diesen Jahren ein. Als positiv nannte die Pausaerin den Sieg des Jobcenters Vogtland bei der Ausschreibung für das Langzeitarbeitslosenprojekt "Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt". "Das bedeutet 100 versicherungspflichtige Arbeitsplätze für das Vogtland, jeder mit 30 Wochenstunden und einem Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde", so Schumann. Die Ali Pausa habe sich bereits mit 40 Stellen und Arbeitsplätzen dafür beworben. Als negativ bilanzierte sie das Gespräch im sächsischen Sozialministerium, bei dem es um die Sicherung des Projektes "Wir für Sachsen", einer Beschäftigung für 40 Euro Aufwandsentschädigung im Monat, ging. Fast schon traditionell überreichten Vertreter des vogtländischen Jagdverbandes eine 1000-Euro-Spende sowie 250 Portionen Weihnachtsessen.

jst

Vogtlandanzeiger, 14. Oktober 2015


Anpacken statt bedauern

Die Teamleiterin der Tafel in Plauen, Waltraud Klarner (von links nach rechts), die Geschäftsführerin der Arbeitsloseninitiative Sachsen, Konstanze Schumann, und die Mitarbeiterin der Arbeitstosen Initiative Sachsen, Marion Schneider, posieren vor dem Sozialen Kompetenzzentrum in Plauen. Dort betreibt die Arbeitsloseninitiative eine Beratungsstelle, eine Kleiderkammer und eine Tafel, an der Betroffene für wenig Geld Lebensmittel erhalten können.
Foto: Jörg Schurig/dpa

Frauen ohne Job posieren als Models auf dem Laufsteg oder begleiten Rentner im Alltag. Der Arbeitsloseninitiative Sachsen gehen die Ideen nicht aus. Doch oft kommen sich die Protagonisten wie Bettler vor.

Plauen - Marion Schneider ist 54 Jahre alt und hat ein für viele Ostdeutsche typisches Schicksal. Bis zur Wende arbeitete sie als Wirkerin im Miederwerk Pausa. Der kleine Ort gehörte damals noch zu Thüringen und wechselte 1992 nach Sachsen. Zu diesem Zeitpunkt war das Werk wie viele Betriebe der Textilindustrie im Osten bereits Geschichte. Schneider hatte wie etwa 50 andere Kolleginnen ihren Job verloren. Nach der Geburt ihres Jungen blieb sie erstmal zu Hause, das Kind zog sie später als Alleinerziehende auf. Was folgte, war ein Kreislauf aus Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM), Lehrgängen, Ein-Euro-Jobs und anderen Notbehelfen. Er dauert bis heute an.
"Ich habe immer etwas gemacht, war nie groß zu Hause, aber immer arbeitslos", blickt Marion Schneider zurück. Als ABM-Teilnehmerin arbeitete sie viel bei Projekten im Wald. Die Hoffnung, irgendwann wieder einen "richtigen" Job auf dem Ersten Arbeitsmarkt zu bekommen, habe lange angehalten, erzählt die Frau: "Große Sprünge waren auch später mit Hartz IV nicht drin." Einen richtigen Urlaub an der See oder in den Bergen hat sie schon seit mehr als 20 Jahren nicht mehr gemacht. Meist erholte sie sich bei ihrer Schwester. Schneider ist sich nicht sicher, ob ihr Sohn etwas vermisst hat: "Er kannte es nicht anders."
Heute arbeitet sie ehrenamtlich bei der Tafel in Plauen - einem Projekt, das Bedürftige aus dem Vogtland mit Lebensmitteln versorgt. Außerdem geht sie jeden Tag putzen, im Sommer wie im Winter muss sie dafür um 4.30 Uhr aufstehen. Alle ihre Hoffnungen richten sich nun auf ein Vorhaben, das über den EuropäischenSozialfonds finanziert wird und von der Arbeitsloseninitiative Sachsen (ALI) mit Sitz in Pausa betreut wird. Wenn es im kommenden Jahr damit klappt, könnte Schneider erstmals seit langem wieder ein nennenswertes eigenes Einkommen beziehen. Es würde dann etwa 600 Euro im Monat betragen. Geld, über das Frau Schneider glücklich wäre.
"Wir bedauern Arbeitslose nicht, wir machen etwas mit ihnen", sagt ALI-Geschäftsführerin Konstanze Schumann und spricht von Hilfe zur Selbsthilfe. Der von ihr geleitete Verein arbeitet gemeinnützig und kann auf etwa 100 vorwiegend ehrenamtliche Mitarbeiter zurückgreifen. Aber er hat auch so manche Kosten wie eine normale Firma zu stemmen. Essen für die Tafel holt ALI selbst aus Dresden und Bayreuth. Weil dafür Transporter mit Kühlaggregaten erforderlich sind, lässt sich vieles nicht mal so nebenher privat organisieren. Um alles zu finanzieren, sind Sponsoren notwendig. "Was wir bräuchten, ist eine nach-haltige Finanzierung", erklärt Schumann.
"Wir kommen uns manchmal wie Bettler vor. So als müssten wir uns für unsere Arbeit rechtfertigen", sagt Waltraud Klarner, Chefin der Tafel in Plauen. Dabei würden die verschiedenen Projekte der Initiative zum sozialen Frieden in der Region beitragen. Die 59-Jährige ist von Beruf Diplomingenieurin für Landwirtschaft und gehört wie die frühere Ökonomin Schumann zu den guten Seelen von ALI. Insgesamt 650 Warenkörbe werden jede Woche von Montag bis Freitag gepackt und in Plauen und zehn weiteren Ausgabestellen an Bedürftige verteilt. Brot, Semmeln, Milch, Konserven, aber auch Naschereien für Kinder sind darin enthalten. Klarner schätzt den Wert der Pakete auf je 30 Euro, die Empfänger müssen nur 4 Euro bezahlen.
Im Plauener Kompetenzzentrum von ALI gibt es außerdem eine Kleiderkammer, eine Suppenküche und Beratungen, die sozial schwache Menschen bei Behördengängen, Bewerbungen oder dem Ausfüllen von Anträgen helfen. Die Kleiderkammer hat rund 150 Stammkunden, die Suppenküche kocht täglich etwa 60 Essen. Zunehmend nutzen auch Asylbewerber und Flüchtlinge das Angebot. Schumann und Klarner sehen die sozialen Spannungen zwischen bedürftigen Deutschen und ausländischen Bedürftigen steigen. Manchmal werde der Frust auf jene abgeladen, die noch schwächer sind. Wenn Aggressivität ALI-Mitarbeiter betrifft, gilt als Devise erstmal "Ruhe bewahren!".
Klarner benennt Schattenseiten langer Arbeitslosigkeit. Es komme zur Vereinsamung und in manchen Fällen auch zur Verwahrlosung. Etwa 25 Prozent der Langzeitarbeitslosen hätten wohl resigniert. Einem kleinen Prozentsatz Betroffener unterstellt sie, nicht wirklich mehr arbeiten zu wollen. In der Vereinssatzung ist vermerkt, dass sich ALI auflöst, wenn die Arbeitslosigkeit unter fünf Prozent fällt. Nach Lage der Dinge wird der Verein notgedrungen "krisensicher" bleiben. Denn schon jetzt rückt ein neues Klientel in den Blickpunkt der Betreuung. Es sind jene Frauen und Männer, die nach der Wende lange arbeitslos waren und nun vor der Altersarmut stehen.
Dennoch ist bei ALI keine depressive Grundstimmung zu spüren. Im Kompetenzzentrum in Plauen wird auch gelacht. Anders ist der Alltag in einem bedrückenden Umfeld womöglich nicht auszuhalten. Viele Projekte der Initiative sind ausgesprochen lebensbejahend. Dass ALI in Zusammenarbeit mit Modehäusern aus der Region langzeitarbeitslose Frauen als Models auf den Laufsteg schickt, dürfte bundesweit ein Novum sein: Ganz nebenbei lässt das Rückschlüsse auf das Selbstwertgefühl der Frauen zu. "Wir brauchen nicht die Hungerhaken mit Größe 36. Dafür kochen unsere Frauen viel zu gut", sagt Schumann.

Von Jörg Schurig

Sächsische Zeitung, 22. Juli 2015


Aktion "Kauf eins mehr"

Die Aktion "Kauf eins mehr" war ein Erfolg. Die Arbeitsloseninitiative Sachsen, Ortsgruppe Pausa, (ALI) bedankt sich bei Kitty Fischer, der Leiterin des Globus-Marktes, ihrem Team und allen, die trotz Hitze zum Gelingen der Aktion in der vergangenen Woche beigetragen haben - wie Tafel-Fahrer Sven Richter und die Oelsnitzer Kundin - siehe Foto. Insgesamt 287,3 Kilogramm Lebensmittel wurden gespendet, und die Spendenbüchse wurde mit 222,59 Euro gefüllt. Die ALI betreibt eine Suppenküche samt Tafel in Plauen und anderen vogtländischen Kommunen und andere karitative Projekte. Der Verein verteilt Lebensmittelspenden an Bedürftige, die von Supermärkten, Bäckern und anderen stammen. Die Aktion "Kauf eins mehr" ist eine Ergänzung: Kunden des Globus-Marktes spendeten gekaufte Waren direkt. Wie die ALI-Geschäftsführerin Konstanze Schumann sagte, sind die Tafeln nicht nur die älteste aller Initiativen zur Lebensmittelrettung sondern besitzen auch das Alleinstellungsmerkmal, dass genießbare Lebensmittel vor dem Müll bewahrt werden. "Wir verbinden diese Aufgabe mit der Abgabe der Lebensmittel ausschließlich an Bedürftige. Das ist somit die Königsdisziplin der Lebensmittelrettung, um Jochen Brühl zu zitieren, den Bundesvorsitzenden der Tafeln", sagt Frau Schumann und freut sich auf eine gemeinsame Herbstaktion.
Foto: ALI/Katrin Elias

Vogtlandanzeiger, 10. Juli 2015


Ritterschlag für Vogtlandanzeiger

Vogtlandanzeiger, 10. Juni 2015


Sandro Bauroth, 
Bürgermeisterkandidat für Elsterberg


Sandro Bauroth bei der Mobilen Tafel 

Helfen beim Anbringen der Gardinenstangen, das Aufstellen des für die Lebensmittelhygiene notwendigen Kühlschrankes, das Entladen des Tafelautos und die Vorbereitung der Warenkörbe waren Erfahrungen die der Elsterberger Bürgermeisterkandidat am gestrigen und heutigen Tag in der Ausgabestelle sammeln konnte. Ein freundlicher Anruf mit der Bitte auch Projekte in seiner Stadt kennen lernen zu wollen, die zum sozialen Frieden in der Region beitragen hat zum Termin und dem Mitwirken von Sandro Bauroth geführt. Im Vorgespräch hat der Bürgermeisterkandidat sich über den Verein, seine Projekte sowie Sorgen und Nöte von der Geschäftsführerin der ALI, Konstanze Schumann, informieren lassen.

Problematisch gestaltet sich dabei derzeit die fehlenden Einsatzmöglichkeiten von älteren Bewerbern im Bundesfreiwilligendienst, eine schwierige Umsetzungsphase von Arbeitsmarktprogrammen für Langzeitarbeitslose, aber auch positive Ansätze, zu welchen die neuen Räume der Tafelausgabe in Elsterberg seit April gehören. Herr Bauroth lobte vor Ort die ehrenamtlichen Tafelhelfer, kam mit so manchen Tafelkunden in ein kurzes Gespräch und bedankte sich beim Vereinsvorstand für das Engagement für die Menschen, welche auf Hilfen, wie Tafel, Kleiderkammer oder Suppenküche angewiesen sind. Die Geschäftsführein freute sich für das Interesse an den Tafelprojekt und wünscht sich ein gemeinsames zukünftiges und engagiertes Handeln im Interesse der Hilfebedürftigen über Parteigrenzen hinaus.

Konstanze Schumann


77. Ritter der Tafelrunde

Gunter Buschner erhielt von der Leiterin der Suppenküche, Heike Hartmann, ALI Chefin Konstanze Schuhmann und der Teamleitung der Plauener Tafel Waltraut Klarnen den Ritterschlag.
Foto: ker

Zobes – Die Biogasanlage in Zobes darf sich seit Dienstag „Ritter der Plauener Tafel“ nennen. Gunter Buschner erhielt stellvertretend für 15 Mitarbeiter, von der Geschäftsführerin des Vereins ALI Sachsen, Konstanze Schuhmann, den Ritterschlag. Seit zehn Jahren dankt die Arbeitsloseninitiative auf des Weise besonders engagierten Unternehmen und Einzelpersonen. 

Die Biogasanlage ist der 77. Ritter im Vogtland und zeichnet sich seit 3013 durch eine intensive Zusammenarbeit aus. Der Kontakt zwischen der Plauener Tafel und der Entsorgungsfirma entstand auf Empfehlung von Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer. Mit dem Umzug von der Klopstockstraße in die Schlossstrasse verlor die Einrichtung das Privileg der kostenfreien Entsorgung des Biomülls. Gunter Buschner war auf Anfrage sofort bereit, die Tonnen kostenfrei zu entsorgen. 

In der Biogasanlage Zobes entsteht aus den Abfällen Energie und ein geringer Anteil Bioabfall, der von den ansässigen Bauern auf Feldern ausgebracht wird. „Im vorigen Jahr wurden 129 Tonnen organischer Abfall von uns entsorgt, die uns umgerechnet 4500 Euro gekostet hätten“, berichtete Schuhmann. „Wir sind ein kleiner Betrieb, der sich keine tausende Euro Spenden leisten kann. Wir helfen mit Sachspenden“, so der Geschäftsführer der Biogasanlage. 

Die Firma ist die einzige im Vogtland mit einer abfallrechtlichen Genehmigung für organische Reste. Karen Stadelmann nahm die Feier zur Ernennung des Ritters zum Anlass und überreichte der Tafel eines ihrer Gemälde. Die Plauenerin ist Mitglied im Plauener Kunstverein und war jahrelang auf die Tafel angewiesen. Sie erzählte, dass sie in der Zeit ihrer schweren Krankheit Hilfe erhalten habe. Das Bild „Sonnenuntergang“ sein ein Dankeschön.    ker


Frauentag: Kampftag statt Muttertag de lux

Vertreterinnen von Gewerkschaften und Betriebsräten folgen Einladung zur Veranstaltung ins Landratsamt

Plauen – Etwa 25 Gewerkschafterinnen und Betriebsrätinnen des Vogtlandes waren der Einladung der Gleichstellungsbeauftragten des Vogtlandkreises, Veronika Glitzner, am Freittagabend zur Frauentagsveranstaltung im Landratsamt gefolgt. „Ja, es gibt ihn noch, den Internationalen Frauentag“, so Glitzner. Und er sei eben kein „Muttertag de luxe“, auch kein Familientag, an dem Frau die Beine hochlegt, sich verwöhnen oder beschenken lässt. „Es ist ein Aktionstag, an dem wir Frauen offen sagen, was uns stolz macht, was uns aufregt, was wir erreichen wollen und womit wir uns nie abfinden werden“, so Glitzner. 

Eine der Hauptforderungen sei nach wie vor: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit – so auch das Thema der Frauentagsveranstaltung. Doch die Praxis sehe anders aus. Zwei Drittel aller Vollbeschäftigten im Niedriglohnsektor sind Frauen. Je höher die Einkommen, umso geringer der Frauenanteil. 

Der Niedriglohnsektor in den neuen Bundesländern und vermehrt wieder Teilzeit statt Vollbeschäftigung für Frauen – all das führe zwangsläufig ab jetzt und verstärkt in den kommenden Jahren in Richtung Altersarmut, vor allem für geringverdienende Frauen. 

Wie schlimm das in der Praxis aussieht, davon konnte Konstanze Schuhmann, Vorsitzende de Arbeitsloseninitiative Sachsen, berichten. Sie kritisierte vor allem, dass es keine Landes- und Bundesprogramme für Arbeitslosigkeit mehr gebe. Auch der 2011 mit viel Enthusiasmus eingeführte Bundesfreiwilligendienst sei schon wieder abgespeckt worden und schließe nun „Lebensältere ab 25 Jahre“ aus. Dafür werde mit dem aktuellen Programm „Wir für Sachsen“ Arbeit, die eigentlich bis zu 40 Stunden Einsatz pro Woche erfordert, mit 40 Euro als ehrenamtliche Tätigkeit vergütet. „Der soziale Wille ist regelrecht gefährdet, wenn die Politik da nicht hilft“, fordert Glitzner. Und wieder einmal waren sich die Frauen einig, dass der International Frauentag nach wie vor Bedeutung hat, als Kampftag für die Gleichstellung der Frau in Beruch und Gelsellschaft. (kb)


Ali lädt zur Frauentagsfeier mit Modenschau

Plauen – 60 Frauen und Mädchen waren dieser Tage der Einladung von Ali-Geschäftsführerin Kostanze Schuhmann, der Gleichstellungsbeauftragten des Vogtlandkreises Voronika Glitzner und dem sächsischen DGB-Bezirksvorsitzenden Markus Schlimmbach zu einer kleinen Frauentagsfeier ins soziale Kompetenzzentrum in die Plauener Schlossstraße gefolgt. 

Silvio Silde, Marie-Luise Stahl und weitere Models präsentierten Mode der kommenden Saison. Foto: jst

Unterhaltsame Stunden gestalteten die Models von „Gabi-Moden“ aus Lengenfeld. Die sechs Damen und der Herr präsentierten unter dem Motto „Alles Tango“ neue Mode für Frühjahr und Sommer. Dazu gab es kulinarische Extras, zubereitet von Heike Hartmann und ihrem Team aus der Suppenküche der Plauener Tafel. Verkosten konnten die Gäste Süßes und Kräftiges aus Südamerika, gefüllte Teigtaschen oder Drinks wie „Hurrikan“ und „Grüner Kaktus“. 

jst


Abschied von Eckard Stade

In einer ergreifenden Trauerfeier in der Syrauer Kirche St. Anna haben Angehörige sowie Bekannte und Freunde Abschied von Eckart Stade genommen.

Rosenbach/Syrau – Neben den anrührenden und tröstenden Worten von Pfarrer Michael Kreßler nahm Kristin Kelpin als langjährige Gewerkschafts-Mitarbeiterin des Verstorbenen die Feier zum Anlass, die Verdienste von Stade im Rahmen seines Wirkens für andere zu würdigen. Anrührend an der Grabstelle auch die Worte des Vertreters „seines Posaunenchores“ Joditz, den er trotz der Behinderung zwischen 1983 und 2002 leitete. Dessen Bläser hatten, dem Anspruch der Ehrung und dem Wunsch des Verstorbenen Rechnung tragend, die Feier mit dem Syrauer Posaunenchor gemeinsam musikalisch umrahmt. Jens Mantel, der Stade durch die frühere gemeinsame Tätigkeit seiner Mutter mit dem Verstorbenen kennen lernte, befand sich unter den Trauergästen: Mit Eckard habe ich zu zeitig nicht nur einen guten Freund verloren, sondern auch einen Ratgeber. Vieles, was mir in meinem Leben weitergeholfen hat, basierte auf seinen Empfehlungen.“ Würdigend stellte auch Jonny Ansorge, Bürgermeister von Pausa-Mühltroff, fest: „Eckard Stade hat mit seiner Tätigkeit im Vorstand der Ali maßgeblichen Anteil an der Entwicklung dieses Vereins und wirkte dort zum Wohle nicht nur von Bürgern, die Rat suchten, sondern auch der Stadt. Sein Tod stellt einen herben Verlust für alle dar, die ihn kannten und schätzten.“ jpk


Für mehr Farbe im Leben

Aktuell:
Alltagsbegleiter unterstützen Senioren im Alltag

Seit Januar gibt im Freistaat das Projekt "Ruheständler als Alltagsbegleiter" Dass in das Leben von Senioren mehr Lebendigkeit, mehr Lachen, mehr Farbe kommt, dafür sorgt in Pausa Heike Strehlow. Die Hausfrau kümmert sich regelmäßig um drei Senioren. "Jeden Tag drei Stunden und wenn wir Lust haben, auch am Wochenende." Nein auf die Uhr gucke sie dabei nicht. Wichtig sei ihr, dass sie etwas gutes tun könne. Brunhilde Lederer, 80 Jahre alt, sagt: "Wir lachen jeden Tag, haben immer Spaß." Ob beim Kaffee trinken, Spazieren gehen oder Plaudern. 

Erich Beilschmidt, 90 Jahre, gehe gerne mal in die Geflügelausstellung. Auch das macht Heike Strehlow möglich, genauso wie den Marktbesuch in Unterreichenau. Gertrud Müller ist die dritte Seniorin in der Runde. Ihre Tochter wohnt in Görlitz, die Enkel in Dresden und Plauen, so dass sie nicht immer nach Pausa kommen können. Sie ist froh, dass es Heike Strehlow gibt. Die 85 jährige sagt: "Ich freue mich immer auf unsere Treffen, wir erzählen, spielen Mensch-ärgere-dich-nicht, oder auch Romme. Es würde mir was fehlen, wenn es das nicht gäbe." Heike Strehlow ist die gute Seele, hat immer ein offenes Ohr für Sorgen und Anliegen. So formuliert es Heike Petzoldt, die Tochter von Brunhilde Lederer. "Meine Mutter wohnt etwas außerhalb von Pausa, hatte vorher wochentags selten Kontakte zu anderen." Das Projekt sei eine wichtige Möglichkeit, am Leben außerhalb der vier eigenen Wände teilzuhaben und geistig fit zu bleiben. "Sollte dieses Projekt aufgrund von fehlenden finanziellen Mitteln eingestellt werden müssen, würde im Alltag der Senioren sicher eine große Lücke entstehen." 

Genau dieses Problem sieht Konstanze Schuhmann von der Arbeitsloseninitiative (ALI) Sachsen, dem Träger des Projektes: "Im ganzen Vogtland haben wir 18 Alltagsbegleiter." Auch in Thierbach, Plauen, Auerbach, Oelsnitz und Rodewisch sind sie für monatliche 80 Euro tätig. Aber das Projekt ist auf sechs Monate beschränkt. "Viel zu kurz", meint Schuhmann. "Wir brauchen Kontinuität." Das meint auch Janina Pfau (Linke), MdL-Mitglied. Sie wollte das Projekt kennen lernen und zeigte sich beeindruckt vom Engagement von Heike Strehlow."                                           

sz

Blick Regional Ausgabe 11.02.2015


Regionale Unternehmer unterstützen Weihnachtscharity und Weihnachtsessen der Arbeitsloseninitiative Sachsen e.V.

Zu einer schönen Tradition ist es geworden, dass Unternehmen sich an der Finanzierung und Unterstützung des Weihnachtsessens bei der Plauener Tafel beteiligen. Mit Hilfe des Globus Markt Weischlitz und Ulrich Spranger von der Firma Kunststoff- Spranger in Plauen war es auch in diesem Jahr möglich für insgesamt 250 Bedürftige aus dem Nutzerkreis der Tafel ein Weihnachtsessen zu kochen. Sauerbraten und Wildbraten mit einem Gläschen Wein und einem Dessert wurden um das Team von Heike Hartmann dann unseren Gästen serviert.

Vielen Dank für die freundliche Unterstützung an das Globus-Team um Frau Kitty Fischer und an die Mitarbeiter um Ulrich Spranger.

Foto: J.St.
von links: Sabine Maisel, Globus Weischlitz, Ullrich Spranger, Fa. Kunststoff Spranger, Heike Hartmann, ALI Suppenküche Plauen, Jörg Schmidt, Globus Fleischerei und eine Mitarbeiterin der Globus Fleischerei

Ein weiterer Höhepunkt zum Jahresabschluss war unsere Weihnachtscharity für sozial Benachteiligte. 
Insgsamt 80 große und kleine Gäste konnten wir am 11. Dezember begrüßen.
Diesen unbeschwerten Nachmittag konnten wir nur mit Hilfe der Firmen von Tina Degel, Gerd Kallert und Maria Boy gestalten. Vielen Dank für die freundliche Unterstützung.

Foto: J.St.
Zauberer Gerd Reichenbach in Aktion

Gleichzeitig konnte an diesem Tag durch einen Vertreter der Firma Kallert die neue Bestuhlung für unsere Suppenküche übergeben werden und die Fertigstellung des Daches für unsere Außensitzgruppe, gestaltet durch die Pausaer Firma Degel. Eine anteilige Finanzierung wurde hierzu durch das Förderprojekt „Stadtumbaugebiet Schlossberg Plauen“ bereit gestellt.

Foto: J.St.
Uwe Kaufmann, Fa Kallert links und Dachdeckermeisterin Tina Degel von der gleichnamigen Firma


Natürlich haben auch viele Strickerinnen unsere Weihnachtsfeier wieder mit Schals, Mützen, Strümpfen und Pullover unterstützt.

Vielen Dank für die vielen schönen Dinge für unsere Feier.

Konstanze Schumann 
ALI Sachsen e.V.


Ein Ritterschlag 
zum 80. Geburtstag

Für ihr soziales Engagement wurde Dr. Dorothea Wolff (Bildmitte) von der Arbeitsloseninitiative Sachsen zum 76. Ritter der Plauener Tafelrunde ernannt.

„Wir würdigen damit ihre vielseitigen ehrenamtlichen Tätigkeiten und ihr unermüdliches Engagement für sozial Benachteiligte“ sagte anerkennend die Auerbacher Teamleiterin der Arbeitsloseninitiative Sachsen, Petra Thoß (links), zur Übergabe der Ehrenurkunde und des Wimpels. 

Annerose Söll wird 75. Ritter der Plauener Tafelrunde

Annerose Söll ist der 75. Ritter der Tafelrunde. Frau Söll geht in den verdienten Ruhestand und wurde Dienstag Nachmittag, dem 16. September, während einer Dankeschönveranstaltung verabschiedet. Dabei wurde Sie von Victor Baßler, 1. Vorstand der ALI und Geschäftsführerin Konstanze Schuhmann zum 75. Ritter gekürt. In Ihrer Zeit als Küchenchefin wurden über 22300 Portionen an Mittagessen ausgegeben. Gleichzeitig wurde Ihre Nachfolgerin Heike Hartmann (rechts im Bild) vorgestellt. 

Über diesen Link können Sie die komplette Danksagung, in Form einer PDF-Datei herunterladen.


 

Alfred Schmidt wird 74. Ritter der Plauener Tafelrunde

 

Sicherlich ist Alfred Schmidt nicht mehr bekannt, was am 6. Oktober 2006 geschehen ist. Das war der Tag, an dem es eine sehr gute Zusammenarbeit mit uns, der ALI – als Träger von Maßnahmen des Jobcenters, gab.

Für uns gestaltete sich die Zusammenarbeit mit Alfred Schmidt immer unproblematisch auch im Zusammenwirken bei den Sorgen und Nöten der in den Maßnahmen Tätigen.

In Zusammenarbeit mit der ALI hat er 97 Menschen begleitet, denen er etwas Menschlichkeit, Ansehen und Würde wiedergegeben hat.


Robert Hochbaum ist 73. Ritter der Plauener Tafel

 

Robert Hochbaum ist 73. Ritter der Tafelrunde

Anlässlich zum 60. Geburtstag wurde Robert Hochbaum durch unser Vorstandsmitglied Friedrich Fuchs und im Auftrag der Geschäftsführerin der ALI Sachsen e.V. Konstanze Schumann, zum 73. Ritter der Plauener Tafelrunde geschlagen. Robert Hochbaum ist schon über viele Jahre Ansprechpartner für Problematiken regionaler Art  im Bund. 


FREIWILLIGENDIENST

Arbeitsloseninitiative befürchtet Probleme

Auerbach - Der Einstellungsstopp für ältere Bewerber beim Bundesfreiwilligendienst wird bei der Arbeitsloseninitiative Sachsen kritisch gesehen. "Uns trifft es ab Herbst richtig hart, da insgesamt 24 Stellen überwiegend für Tafel, Kleiderkammer und Suppenküche vakant sind", sagt Geschäftsführerin Konstanze Schumann. Die Regelung sei nicht nachvollziehbar. Einerseits gebe es einen Fachkräftebedarf und jede Menge offene Ausbildungsplätze, dann aber parke man die Leute beim Freiwilligendienst, so Schumann. Derzeit könnten Verträge nur mit Bewerbern abgeschlossen werden, die jünger als 27 Jahre sind. Damit mehr Jugendliche zum Zuge kommen, hat das zuständige Bundesamt den Stopp verhängt. Gerade bei Älteren ist der Dienst aber beliebt. (ts)

Publikation                Freie Presse                      Lokalausgabe            Auerbach und Oberes Vogtland   Erscheinungstag        Donnerstag, den 13.02.14


Letztmals Ausgabe der Plauener Tafel in der Bibliothek

Rodewisch - Die Ausgabe der Plauener Tafel in Rodewisch erfolgt am 18.12.2013 letztmalig in der Rodewischer Stadtbibliothek. Weil die Räume dort künftig von der Kreisbibliothek als Geschäftsstelle genutzt werden, musste sich die Arbeitsloseninitiative einen neuen Standort suchen. Das Angebot der Stadtverwaltung wurde angenommen: Ab 8.Januar 2014 wird die Ausgabe in Räumen des ehemaligen Abfertigungsgebäudes am Busbahnhof in Rodewisch sein. Zunächst werden Räume genutzt, die für den zukünftigen Jugendtreff vorgesehen sind. Bis der eröffnet werden kann, werden andere Räume in der unteren Etage von der Stadt renoviert. Dort wird dann endgültig die Ausgabestelle sein. Rund 50 Familien aus Rodewisch und Umgebung sind auf Lebensmittel der Tafel angewiesen. (ike)

Publikation                Freie Presse                      Lokalausgabe            Auerbach  Erscheinungstag        Montag, den 16.12.13


Festtagsbraten für Bedürftige

Den ausführlichen Pressebericht des Vogtlandanzeigers vom 05.12.2013 über das traditionelle Weihnachtsessen der Plauener Tafel für Bedürftige  können Sie nachstehend aufrufen.

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Erste Begleiter für den Alltag im Einsatz

Die Arbeitsloseninitiative Sachsen betreibt unter anderem die Lebensmittelausgabe Tafel. Jetzt schickt sie auch Betreuer auf Tour.

Von Renate Günther

Pausa/Auerbach - Victor Baßler ist bei der Jahreshauptversammlung der Arbeitsloseninitiative Sachsen als Vorsitzender des Sozialvereins wiedergewählt worden. Sein neuer Stellvertreter ist Arndt Morawetz. Alfred Adam, der als Gründungsmitglied des Vereins den Stellvertreterposten von 1996 bis jetzt innehatte, ist zum Abschied zum "Ritter der Tafelrunde" ernannt worden.

Arbeitslose helfen Senioren

Peter Busse, Regionalbetreuer des Bundesfreiwilligendienstes, informierte zur Jahreshauptversammlung über den derzeitigen Stand der Initiative zur freiwilligen, gemeinnützigen Arbeit. Demnach sind im Vogtland 640 sogenannte "Bufdis" im Einsatz, 59 davon engagieren sich bei der Arbeitsloseninitiative mit Sitz in Pausa.

Während der Versammlung sind weitere Probleme diskutiert: So ging es beispielsweise um die sogenannten Alltagsbegleiter für bedürftige Menschen ohne Pflegestufe. Diese Aktion ist im Oktober ins Leben gerufen worden und bezieht sich auf das gesamte Vogtland. Acht Empfänger von Arbeitslosengeld sind in Pausa, Plauen und Auerbach schon im Einsatz. "Sie gehen mit den betreffenden Personen spazieren oder in die Kirche, sie kochen gemeinsam oder erledigen Behördengänge", erklärte Konstanze Schumann, Ali-Geschäftsführerin. Die Alltagsbegleiter seien jedoch nicht für die Pflege oder den Haushalt zuständig.

Geld für Generationenarbeit

Weiterhin wurde mitgeteilt, dass das Landratsamt für Vereine in Orten des ehemaligen Vogtlandkreises, in denen es kein Mehrgenerationshaus gibt, 10.000 Euro zur Verfügung stellt. Vereine, die Veranstaltungen für Jung und Alt anbieten, müssen einen Antrag stellen, der das Konzept erklärt. Dann erst können sie Förderung erhalten.

Publikation                Freie Presse                      Lokalausgabe            Auerbach und Plauen Erscheinungstag        Mittwoch, den 04.12.13


Bürger geehrt für Einsatz im Ehrenamt

Vogtländer zu Feierstunde im Landtag in Dresden

Dresden/Auerbach - Sachsens Sozialministerin Christine Clauß und Landtagspräsident Matthias Rößler (beide CDU) haben am Samstag in einer Feierstunde im Sächsischen Landtag in Dresden das Engagement von Ehrenamtlichen gewürdigt. Unter den 60 geladenen Bürgern, die von den Landkreisen, Wohlfahrtsverbänden und Kirchen im Freistaat für die Ehrung vorgeschlagen worden waren, befanden sich auch zwei Männer aus Auerbach und Treuen.

Friedrich Fuchs wurde für seinen Einsatz in der Arbeitsloseninitiative Sachsen gedankt. Fuchs, der auch für die SPD im Auerbacher Stadtrat Kommunalpolitik macht, engagiert sich seit vielen Jahren für die Lebensmittelausgabe der Plauener Tafel in Auerbach. Mit Christian Klitzsch wurde ein aktives Mitglied des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) geehrt. Der Treuener war federführend beim Neuaufbau eines DRK-Einsatzzuges im Vogtland, der zum Beispiel bei der Absicherung von Großveranstaltungen und im Katastrophenschutz eingesetzt wird.

Sozialministerin Clauß würdigte den Einsatz der Ehrenamtlichen. "Indem Sie Ihre Zeit und Hilfsbereitschaft uneigennützig zur Verfügung stellen, sind Sie ein Vorbild für uns alle. Mit Ihrer Leidenschaft, etwas Gutes zu tun, machen Sie unser Gemeinwesen erst lebendig", sagte sie. Bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamt seien unverzichtbare Bestandteile einer lebendigen, vielfältigen und solidarischen Gesellschaft, fügte Landtagspräsident Rößler hinzu. (how/gb)

Publikation                Freie Presse                      Lokalausgabe            Auerbacher Ausgabe Erscheinungstag        Dienstag, den 03.12.2013


Händedruck für engagierte Vogtländer

60 außerordentlich engagierte Menschen im Ehrenamt wurden am Samstag von Sachsens Landtagspräsident Matthias Rößler ausgezeichnet. Darunter auch Friedrich Fuchs aus Auerbach sowie 10 weitere Vogtländer. Eine Geld-Prämie gab es nicht – dafür einen Händedruck nebst Urkunde.

Friedrich Fuchs  -  ist ein Kümmerer

 Der Sozialdemokrat ist ein Urgestein im Auerbacher Stadtrat (seit 1994) und mit vielen Funktionen betraut: Als Aufsichtsrat der Auerbacher Wohnbau, der Flugplatzgesellschaft, SEGA Auerbach, er sitzt im Petitionsausschuss und dem Technischen Ausschuss. Seit 1996 engagiert sich Fuchs für die Plauener Tafel. Dort hat er die Ausgabestellen in Auerbach und Rodewisch plus Beratung aufgebaut. In Auerbach nutzen seitdem 60, in Rodewisch 40 Familien die Tafel. Zusätzlich baute er Kontakt zur Arbeitsloseninitiative auf, um sich für Menschen mit Problemen, wie Arbeitsplatzverlust oder Geldsorgen einsetzen zu können. Viele Probleme können diese Menschen mit Fuchs persönlich besprechen. Die Tafel, die den Stadtrat vorschlug, bezeichnet Fuchs als „Kümmerer“ – freundlich, kompetent, engagiert.

Publikation                Vogtlandanzeiger                       Erscheinungstag        Montag den 02.12.2013


 

Victor Baßler, seit 2011 im Amt als Vorsitzender der Arbeitsloseninitiative Sachsen e.V wurde für die nächsten 3 Jahre wiedergewählt.

Den ausführlichen Pressebericht des Vogtlandanzeiger vom 29.11.2013 können Sie nachstehend aufrufen.

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AUSZEICHNUNG

VSTR ist Ritter der Tafelrunde

Rodewisch - Die Firma VSTR Rodewisch ist gestern zum 69. Ritter der Plauener Tafelrunde geschlagen worden. 

Die Auszeichnung der Arbeitsloseninitiative (Ali) Sachsen mit Sitz in Pausa nahm Geschäftsführer Franz Voigt (Bildmitte) aus den Händen von Ali-Teamleiterin Petra Thoß und Vorstandsmitglied Friedrich Fuchs entgegen.

 Das Bauunternehmen erhielt einen Wimpel und eine Urkunde, weil es das Soziale Kompetenzzentrum der Plauener Tafel beim Umzug an die Schlossstraße unterstützt hat. "Solche Sachen sind wichtig für das Vogtland. Wir kommen mit unserer Unterstützung unserer sozialen Verantwortung für die Region nach", sagte Voigt. Die Auszeichnung wird von der Arbeitsloseninitiative seit zwölf Jahren an Firmen, Personen und Institutionen aus dem gesamten Vogtland vergeben. Tafeln gibt es in der Region in Auerbach und Rodewisch. (lh)

Publikation                Freie Presse                      Lokalausgabe            Auerbacher Ausgabe Erscheinungstag        Freitag, den 13.09.2013

 


Zum 5 Minuten Fragebogen des Wochenspiegels mit der Geschäftsführerin der ALI Konstanze Schumann 

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